Über Kopfschmerzen

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Kopfschmerzarten, wie zum Beispiel Clusterkopfschmerzen und Spannungskopfschmerzen. In unserer Rubrik Tips & Tricks finden Sie außerdem  wertvolle Hinweise, welche "Hausmittel" und "Entspannungsübungen" die Schmerzen lindern können.

Spannungskopfschmerz

Der Spannungskopfschmerz ist der häufigste Kopfschmerz. In Österreich sind ca. 3 Millionen Menschen davon betroffen, Frauen etwas häufiger als Männer. Meistens treten die Beschwerden nur an wenigen Tagen im Monat auf, deshalb nennt man sie episodische Spannungskopfschmerzen.

Jeden 13. Betroffenen quälen sogenannte chronische Spannungskopfschmerzen. Diese Menschen leiden im Durchschnitt ca. alle 2 Tage unter Schmerzen. Der Spannungskopfschmerz äußert sich in einem dumpfen, drückenden bis ziehenden Schmerz. Er beginnt häufig im Nacken und breitet sich langsam über den ganzen Kopf aus. Die Betroffenen haben dann das Gefühl, einen zu engen Hut zu tragen oder in einen Schraubstock eingezwängt zu sein. Der Druck ist oft an der Stirn und im Nacken am stärksten. Gelegentlich reicht der Schmerz auch bis zu den Augen oder lässt sich überhaupt nicht eindeutig lokalisieren.

Die Intensität des Spannungskopfschmerzes ist in der Regel leicht bis mittelschwer. Der normale Tagesablauf wird dadurch zwar nicht verhindert, aber in vielen Fällen erheblich behindert. Der Schmerz ist im Hintergrund fühlbar und wird als ständiger unangenehmer Begleiter wahrgenommen.

Cluster-Kopfschmerz

Charakteristisch für den Cluster-Kopfschmerz ist sein episodisches Auftreten. Die Anfälle häufen sich im Frühjahr und im Herbst. Die Zeit dazwischen, Monate oder sogar Jahre, verläuft oft völlig beschwerdefrei. Cluster-Kopfschmerzen treten immer einseitig im Augenbereich auf und strahlen bis zur Schläfe aus. Typische Begleitsymptome sind tränende Augen oder eine verstopfte Nase. Die Schmerzattacken sind sehr schwer und lassen die Patienten sehr unruhig werden. Die Betroffenen beschreiben den Schmerz oft "als ob eine glühende Nadel ins Auge gestoßen wird". Männer sind davon häufiger betroffen als Frauen.

Kopfschmerz als Symptom

Bei dieser Form ist der Kopfschmerz ein Warnsymptom, d.h. er weist auf eine bestimmte Erkrankung hin. Eine besonders typische und unangenehme Form sind in das Gesicht ausstrahlende Zahnschmerzen. Aber auch bei Erkrankungen der Augen (z.B. Fehlsichtigkeit) kann es zum Auftreten von hartnäckigen Kopfschmerzen kommen. Zur Diagnose dieser Kopfschmerzform ist ein Arztbesuch unerlässlich. Ihr Hausarzt wird wahrscheinlich andere Fachärzte in die Diagnostik einbeziehen.

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Zu den Enstpannungsübungen

Kopfschmerz bei einer Infektion

"Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen" – das sind Leitsymptome für einen grippalen Infekt. Hier hilft häufig nur eine beschwerdeorientierte Therapie und die umfassende Unterstützung des körpereigenen Abwehrsystems. Kopfschmerzen können aber auch ein Symptom für eine spezifische Infektion sein – zum Beispiel Sinusitis (Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung), Infektionen mit Colibakterien (eine Infektion des Darmes) oder Viren. Treten die heftigen Kopfschmerzen also erstmals oder im Zusammenhang mit anderen Symptomen auf, ist eine ärztliche Abklärung dringend erforderlich.

Kopfschmerzen beim Sex

Hier setzt zu Beginn des Liebesspiels ein dumpfer Druck im ganzen Kopf ein. Mit zunehmender Erregung wird dieser immer stärker und erreicht beim Orgasmus seine größte Intensität. Die Ursachen sind trotz sorgfältiger Untersuchungen nicht bekannt. Man nimmt jedoch einen Zusammenhang mit dem beim Liebesakt erhöhten Blutdruck oder den dabei auftretenden Muskelverspannungen an. Männer leiden etwa dreimal so häufig unter Kopfschmerzen beim Sex wie Frauen.

Kopfschmerz nach Schädelverletzungen

Unfälle mit Verletzungen des Schädels gelten in der Regel als besonders kompliziert. Oberflächliche Wunden sowie innere Verletzungen können die starken Kopfschmerzen auslösen. Die Konsultation eines Arztes ist hier sicher immer angebracht. Je nach Verletzungsmuster können die Kopfschmerzen kurzzeitig als Warnsymptom auftreten oder über einen längeren Zeitraum anhalten. Manchmal überdauern die Kopfschmerzen auch die eigentliche Phase der Wundheilung; dann können daraus chronische Kopfschmerzen entstehen.

Kopfschmerz durch Substanzeinwirkung

Allergiebedingt können bestimmte Nahrungsmittel oder spezifische Nahrungsbestandteile wie Glutamat Kopfschmerzen auslösen. Die sicherlich bekannteste Kopfschmerz auslösende Substanz ist aber der Alkohol ("Kater"). Auch Schmerzmittel können bei übermäßigem Gebrauch Kopfschmerzen hervorrufen. Mediziner sprechen dann vom medikamenteninduzierten Kopfschmerz. Es gilt die Regel: Kopfschmerzmittel sollten nicht häufiger als drei Tage in Folge oder an zehn Tagen im Monat genommen werden. Sollten Sie häufiger Kopfschmerzen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.