Kopfschmerzarten

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Kopfschmerzen - Ursachen und Symptome


Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerzen mit tränenden Augen oder Migräne – um ein wirksames Mittel gegen Ihre Kopfschmerzen zu finden, müssen Sie erst einmal wissen, unter welcher Art von Kopfschmerzen Sie leiden. Kopfschmerzen können eine Erkrankung für sich oder Begleiterscheinung einer zugrunde liegenden Krankheit sein. Hier erfahren Sie das Wichtigste über die häufigsten Kopfschmerzformen.

Tipp: Auf unserer Website können Sie einfach und ohne viel Zeitaufwand ein Kopfschmerztagebuch führen. So können Sie Ihre Schmerzen dokumentieren, Muster bei Auftreten und Verlauf erkennen und eine nachfolgende Behandlung erleichtern.

Kopfschmerzarten

Spannungskopfschmerzen

Dumpfe, drückende bis ziehende Kopfschmerzen hat fast jeder schon einmal erlebt. Diese sogenannten Spannungskopfschmerzen sind die häufigste Art von Kopfschmerzen. In Österreich sind circa drei Millionen Menschen davon betroffen. Die typischen Spannungskopfschmerzen sind leicht bis mäßig. Wenn Sie darunter leiden, haben Sie vielleicht das Gefühl, einen zu engen Hut zu tragen oder dass Ihr Kopf in einen Schraubstock eingespannt ist. Die Schmerzen beginnen in der Regel mit einem Spannungsgefühl im Nacken und breiten sich dann meist beidseitig über den Kopf aus, wobei der Druck an der Stirn und im Nacken üblicherweise am stärksten ist. Eine Attacke kann zwischen einer halben Stunde und sieben Tagen dauern. Treten die Beschwerden an ein paar Tagen im Monat auf und innerhalb eines Jahres an nicht mehr als 180 Tagen, spricht man von episodischen Spannungskopfschmerzen. Bei chronischen Spannungskopfschmerzen leiden die Betroffenen mindestens 15 Tage im Monat und mehr als die Hälfte des Jahres unter den Schmerzen. Die Ursachen von Spannungskopfschmerzen können vielfältig sein und reichen von Stress über körperliche Fehlhaltung bis zu niedrigem Blutdruck.

Cluster-Kopfschmerzen

Cluster-Kopfschmerzen sind sehr starke Schmerzen und äußern sich durch einen einseitigen Schmerz im Augenbereich, der bis zur Schläfe ausstrahlt. Typischerweise tränt auch das Auge auf der betroffenen Seite, die Nase rinnt oder ist verstopft. Die Attacken treten mehrmals täglich auf und häufen sich in der Nacht. Während der Attacken sind die Betroffenen unruhig; Bewegung und Abklopfen der Schmerzstellen bringen oft Erleichterung. Der Cluster-Kopfschmerz ist eine seltene Kopfschmerzart, die häufiger bei Männern als Frauen und üblicherweise im Frühjahr und Herbst auftritt. Die restliche Zeit verläuft oft beschwerdefrei. 

Cluster-Kopfschmerzen sind bisher nicht heilbar. Die Intensität, Dauer und Häufigkeit der Attacken lassen sich aber lindern. Die Behandlung durch einen erfahrenen Arzt ist dafür verantwortlich. Dieser therapiert gezielt mit Medikamenten und ergreift vorbeugende Maßnahmen.

Kopfschmerzen als Symptom

Kopfschmerzen bei Erkältung, einer Entzündung, aber auch bei einer Sehschwäche sind keine Seltenheit. In diesen Fällen erfüllt der Kopfschmerz eine Warnfunktion und weist auf eine zugrunde liegende Erkrankung hin. Während Kopfschmerzen schnell mit Zahn- oder Augenerkrankungen in Verbindung gebracht werden, können sie auch von weniger augenscheinlichen Ursachen wie etwa einer Magen-Darm-Grippe oder einfach nur von Übermüdung herrühren. In Kombination mit Fieber sind sie oft ein Hinweis auf einen viralen oder bakteriellen Infekt. Wenn Sie unter Kopfschmerzen und weiteren Symptomen leiden, sollten Sie grundsätzlich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Mit der richtigen Diagnose können Sie die Schmerzen dann optimal behandeln.

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Kopfschmerzarten

Spannungskopfschmerzen

Dumpfe, drückende bis ziehende Kopfschmerzen hat fast jeder schon einmal erlebt. Diese sogenannten Spannungskopfschmerzen sind die häufigste Art von Kopfschmerzen. In Österreich sind circa drei Millionen Menschen davon betroffen. Die typischen Spannungskopfschmerzen sind leicht bis mäßig. Wenn Sie darunter leiden, haben Sie vielleicht das Gefühl, einen zu engen Hut zu tragen oder dass Ihr Kopf in einen Schraubstock eingespannt ist. Die Schmerzen beginnen in der Regel mit einem Spannungsgefühl im Nacken und breiten sich dann meist beidseitig über den Kopf aus, wobei der Druck an der Stirn und im Nacken üblicherweise am stärksten ist. Eine Attacke kann zwischen einer halben Stunde und sieben Tagen dauern. Treten die Beschwerden an ein paar Tagen im Monat auf und innerhalb eines Jahres an nicht mehr als 180 Tagen, spricht man von episodischen Spannungskopfschmerzen. Bei chronischen Spannungskopfschmerzen leiden die Betroffenen mindestens 15 Tage im Monat und mehr als die Hälfte des Jahres unter den Schmerzen. Die Ursachen von Spannungskopfschmerzen können vielfältig sein und reichen von Stress über körperliche Fehlhaltung bis zu niedrigem Blutdruck.

Cluster-Kopfschmerzen

Cluster-Kopfschmerzen sind sehr starke Schmerzen und äußern sich durch einen einseitigen Schmerz im Augenbereich, der bis zur Schläfe ausstrahlt. Typischerweise tränt auch das Auge auf der betroffenen Seite, die Nase rinnt oder ist verstopft. Die Attacken treten mehrmals täglich auf und häufen sich in der Nacht. Während der Attacken sind die Betroffenen unruhig; Bewegung und Abklopfen der Schmerzstellen bringen oft Erleichterung. Der Cluster-Kopfschmerz ist eine seltene Kopfschmerzart, die häufiger bei Männern als Frauen und üblicherweise im Frühjahr und Herbst auftritt. Die restliche Zeit verläuft oft beschwerdefrei. 

Cluster-Kopfschmerzen sind bisher nicht heilbar. Die Intensität, Dauer und Häufigkeit der Attacken lassen sich aber lindern. Die Behandlung durch einen erfahrenen Arzt ist dafür verantwortlich. Dieser therapiert gezielt mit Medikamenten und ergreift vorbeugende Maßnahmen.

Kopfschmerzen als Symptom

Kopfschmerzen bei Erkältung, einer Entzündung, aber auch bei einer Sehschwäche sind keine Seltenheit. In diesen Fällen erfüllt der Kopfschmerz eine Warnfunktion und weist auf eine zugrunde liegende Erkrankung hin. Während Kopfschmerzen schnell mit Zahn- oder Augenerkrankungen in Verbindung gebracht werden, können sie auch von weniger augenscheinlichen Ursachen wie etwa einer Magen-Darm-Grippe oder einfach nur von Übermüdung herrühren. In Kombination mit Fieber sind sie oft ein Hinweis auf einen viralen oder bakteriellen Infekt. Wenn Sie unter Kopfschmerzen und weiteren Symptomen leiden, sollten Sie grundsätzlich eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Mit der richtigen Diagnose können Sie die Schmerzen dann optimal behandeln.

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Ursachen für Kopfschmerzen

Kopfschmerzen bei einer Infektion

"Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen" – das sind Leitsymptome für einen grippalen Infekt. Hier hilft häufig nur eine beschwerdeorientierte Therapie und die umfassende Unterstützung des körpereigenen Abwehrsystems. Kopfschmerzen können aber auch ein Symptom für eine spezifische Infektion sein – zum Beispiel Sinusitis (Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung), Infektionen mit Colibakterien (eine Infektion des Darmes) oder Viren. Treten die heftigen Kopfschmerzen also erstmals oder im Zusammenhang mit anderen Symptomen auf, ist eine ärztliche Abklärung dringend erforderlich.

Kopfschmerz beim Sex

Kopfschmerz beim Sex ist eine Erkrankung. Sie kann sich auf zwei Arten äußern: Beim Orgasmuskopfschmerz schießt der Schmerz blitzartig mit dem Orgasmus ein und hält dafür in der Regel nicht länger als 30 Minuten an. Obwohl die Ursachen nicht eindeutig bewiesen sind, ist der Orgasmuskopfschmerz wahrscheinlich auf den erhöhten Blutdruck beim Sex zurückzuführen. Der Präorgasmuskopfschmerz hingegen rührt vermutlich von Muskelverspannungen her. Hier spüren die Betroffenen schon zu Beginn des Liebesakts einen dumpfen Druck im Kopf, der mit zunehmender Erregung sowie in sitzender oder stehender Lage stärker und im Liegen besser wird. Sexualkopfschmerzen treffen Männer häufiger als Frauen.

Kopfschmerz durch Nahrungsmittel

Immer wieder werden Nahrungsmittel wie Schokolade oder Zitrusfrüchte als Auslöser für Kopfschmerzen verantwortlich gemacht. Das wohl bekannteste Nahrungsmittel in dieser Kategorie ist Alkohol, aber auch andere Substanzen in Lebensmitteln, etwa Histamin oder Konservierungsstoffe, können bei Unverträglichkeit zu Kopfschmerzen führen. Wenn Sie etwa immer nach dem Besuch des China-Restaurants Kopfweh plagt, leiden Sie möglicherweise an einer Glutamat-Unverträglichkeit. In diesen Fällen ist die Abklärung, ob eine Allergie vorliegt, der erste Schritt zur richtigen Therapie.

Kopfschmerz durch Medikamente

Kopfschmerzen trotz Schmerzmittel? Es klingt paradox, aber die häufige Einnahme von schmerzstillenden Medikamenten kann Kopfschmerzen verschlimmern und zum sogenannten medikamenteninduzierten Kopfschmerz führen. Dieser ähnelt dem Spannungskopfschmerz. Achten Sie daher darauf, nicht länger als drei Tage in Folge und nicht öfter als zehn Tage im Monat Kopfschmerzmittel zu nehmen. Wenn Sie häufiger Kopfschmerzen haben, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Kopfschmerz nach Schädelverletzungen

Gehirnerschütterungen, Schädelbruch, Blutungen oder Schwellungen im Gehirn lösen häufig starke Kopfschmerzen aus. Auch leichtere, oberflächliche Kopfverletzungen können Kopfschmerzen verursachen. Ob kurzzeitig oder langfristig: Fragen Sie bei Kopfschmerzen nach Schädelverletzungen immer Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, um eine Chronifizierung zu vermeiden.

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Quellen


Evers, Stefan, Frese, Achim, Marziniak, Martin: Differenzialdiagnose von Kopfschmerzen, in: Dtsch Arztebl 2006; 103(45): A-3040 / B-2641 / C-2537.
Göbel, Hartmut: Kopfschmerzen und Migräne/Ursachen Erkennen – Gezielt Vorbeugen – Erfolgreich Behandeln, Online im WWW unter URL: http://www.schmerzklinik.de/wp-content/uploads/2009/02/kopfschmerzen_und_migrane_-_schwerpunkt_frauen__schwangerschaft__kinder_-_schmerzklinik_kiel.pdf [12.4.2019]
Haag, G. u.a.: Selbstmedikation bei Migräne und beim Kopfschmerz vom Spannungstyp/Evidenzbasierte Empfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), der Österreichischen Kopfschmerzgesellschaft und der Schweizerischen Kopfwehgesellschaft (SKG), in: Nervenheilkunde, 2009, 28 (06), S. 382-397.
Höflechner, Rüdiger: Kopfschmerz/Neue therapeutische Ansätze orientieren sich an Pathophysiologie (5.4.2019), Online im WWW unter URL: https://medonline.at/neurologie/digital/schmerz-migraene/2019/10027844/neue-therapeutische-ansaetze-orientieren-sich-an-verbessertem-verstaendnis-der-pathophysiologie/ [12.4.2019]
International Headache Society: The International Classification of Headache Disorders, 3rd edition, 2018, Online im WWW unter URL: https://www.ichd-3.org/wp-content/uploads/2018/01/The-International-Classification-of-Headache-Disorders-3rd-Edition-2018.pdf [12.4.2019]
May, Arne: Tipps und Tricks zur Diagnose und Therapie von Kopfschmerzen, in: Dtsch Arztebl Int 2018; 115(17): 299-308.
URL: http://www.dmkg.de/patienten/medikamente-gegen-clusterkopfschmerzen.html [12.4.2019]
URL: https://oeds.at/shiatsu/ueber-shiatsu/ [12.4.2019]
URL: https://www.minimed.at/medizinische-themen/gehirn-nerven/spannungskopfschmerz/ [12.4.2019]
URL: http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/einfuehrung/ [12.4.2019]