Kopfschmerzen durch Sitzen

Kopfschmerzen durch Sitzen

Auf den Punkt gebracht: Sitzen ist ein Gesundheitsrisiko: Zu langes und falsches Sitzen führt zu Schäden am Bewegungsapparat, begünstigt Kopfschmerzen und Herzerkrankungen. Dagegen helfen regelmäßiges Aufstehen, Bewegung und eine richtige Sitzposition.


Kopfschmerzen durch Sitzen?

Wer viel sitzt, schadet seiner Gesundheit. Sie werden sich wundern, wie viele körperliche Beschwerden mit dem Sitzen zusammenhängen – angefangen von Kopfschmerzen bis hin zu Herzerkrankungen. Woran das liegt, erfahren Sie hier.

Dass langes Sitzen nicht gesund ist, ist allgemein bekannt. Vielleicht spüren Sie nach einigen Stunden Schreibtischarbeit Ihr Kreuz oder nach einem Fernsehabend ein Zwicken im Lendenbereich. Kaum zu glauben welche gesundheitlichen Auswirkungen unser Sitzverhalten darüber hinaus haben kann – angefangen von Kopfschmerzen über Hüftschmerzen bis hin zu Diabetes und Herzerkrankungen.

Belastungsprobe für den Rücken


Das Problem ist, dass wir einen Großteil unseres Tages sitzend absolvieren: beim Arbeiten, Essen, Autofahren oder Fernsehen. Mehreren Studien zufolge verbringen Menschen in der westlichen Welt teils mehr als die Hälfte ihres Wachzustands im Sitzen, wobei es hier nur wenig Unterschied macht, ob sie berufstätig sind oder nicht. Die Sitzposition stellt den Bewegungsapparat auf eine harte Belastungsprobe, weil sie der Rückenmuskulatur einiges abverlangt: Während die Lendenregion unter großen Druck gerät, stehen der Nacken und die Schultern unter Anspannung. Darüber hinaus fördert die Verkürzung der Hüftmuskulatur die Spannung, weil der untere Rücken dagegen arbeiten muss, damit der Oberkörper nicht nach vorne kippt. An und für sich wäre das kein Problem, vorausgesetzt, man geht mit diesem Druck und der Anspannung richtig um, wechselt immer wieder die Position und entlastet dadurch die betroffenen Muskelregionen. Am Arbeitsplatz fehlen dazu aber oft sowohl Zeit als auch Muße, und am Abend vor dem Fernseher siegt doch in der Regel die Müdigkeit über die Vernunft. Dazu kommt häufig eine ungünstige Körperhaltung beim Sitzen, die die Wirbelsäule, Bandscheiben oder Gelenke einseitig oder falsch belastet. In Folge können die muskulären Anspannungen in schmerzhafte Verspannungen übergehen oder Schonhaltungen bedingen, die zu Beschwerden am gesamten Bewegungsapparat führen. Klassische Beispiele dafür sind Ischias- oder Spannungskopfschmerzen. Besonders problematisch ist eine schwache Rückenmuskulatur. In diesem Fall geraten die Gelenke nämlich zu sehr unter Druck, was zu deren Abnützung und auf längere Sicht zu Schmerzen führen kann. Was Sie gegen eine verkürzte Hüftmuskulatur tun können, erfahren Sie hier.

Gefahr durch Dauersitzen


Diese Erkenntnisse bedeuten allerdings nicht, dass Sie Ihre Arbeit von nun an ausschließlich stehend erledigen oder gemütliche Filmabende auf der Couch der Vergangenheit angehören müssen. Denn die gesundheitlichen Schäden, die durch Sitzen verursacht werden, hängen in erster Linie von der Sitzdauer ab. Gefährdet sind Menschen, die über eine längere Zeit in ein und derselben Sitzposition verharren. Wie viele Stunden genau, ist nicht eindeutig festzulegen. Wenn Sie sich aber nur gelegentlich hinsetzen, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Und auch, wenn Sie mehrere Stunden an Ihrem Arbeitsplatz sitzen, können Sie etwas tun, um die negativen Folgen für Ihre Gesundheit abzuwenden.


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Quellen