Kopfschmerztagebuch

Kopfschmerzen: Was tun?

Pocht es? Zieht es? Oder hämmert es? Warum es so wichtig ist, seine Kopfschmerzen genau zu kennen, erfahren Sie hier.


Kopfschmerzen können in unterschiedlichen Formen auftreten und unterschiedliche Ursachen haben. Am häufigsten sind Spannungskopfschmerzen, bei denen die Betroffenen ziehende Schmerzen verspüren. Pulsierende, pochende Kopfschmerzen begleitet von Übelkeit können hingegen auf eine Migräne hinweisen. Eine weitere Form, der sogenannte Cluster-Kopfschmerz, äußert sich durch starke, einseitige Schmerzen im Augen- und Schläfenbereich, die in zeitlichen Clustern auftreten. Kopfschmerzen können aber auch ein Symptom für eine Krankheit sein.



Wichtige Informationen, um das geeignete Mittel gegen Kopfschmerzen zu finden

Hausmittel, Medikamente oder Massagen – auf der Suche nach einem Mittel gegen Kopfschmerzen ist es wichtig, die Schmerzen genau zu kennen. Dabei hilft ein Kopfschmerztagebuch. Darin dokumentieren Sie Informationen zu Ihren Schmerzen, die für eine effiziente Behandlung wesentlich sind. So können Sie einerseits selbst Ursachen für die Kopfschmerzen feststellen und diese – wenn möglich –  vermeiden. Wenn Sie beispielsweise jeden zweiten Sonntag chinesisch essen gehen und jedes Mal danach von Kopfweh geplagt werden, könnte Ihren Schmerzen eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zugrunde liegen. Andererseits erleichtert die Dokumentation auch Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt die Diagnose und Therapie. Auch die Apothekerin/der Apotheker findet anhand der Informationen rascher das richtige Medikament für Sie.


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Wie führt man ein Kopfschmerztagebuch?

Wichtig ist, dass Sie das Kopfschmerztagebuch regelmäßig und über mehrere Wochen führen. Erfassen Sie jedes Auftreten von Kopfschmerzen. Mit einer lückenlosen Aufzeichnung lassen sich mögliche Ursachen und Zusammenhänge einfacher und rascher erkennen. Folgende Informationen werden dokumentiert:

- Datum und Uhrzeit der Schmerzen

- Stärke der Schmerzen

- Schmerzcharakter/Merkmale des Kopfschmerz

- Lokalisation/Seite der Schmerzen

- Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, etc.

- Mögliche Ursachen für die Schmerzen

- Medikamente, die Sie einnehmen


Schmerzen messen mit der Schmerzskala

Starke Kopfschmerzen bedeuten für jeden Menschen etwas Anderes. Um die subjektiven Schmerzen ihrer Patientinnen und Patienten messen und besser einordnen zu können, verwenden Ärztinnen und Ärzte in der Regel eine Schmerzskala. Dabei schätzt die Patientin/der Patient die Schmerzintensität selbst ein und vermerkt sie in der Schmerzskala. Die regelmäßige Aufzeichnung kann wesentlich dazu beitragen, die richtige Diagnose und Behandlung für die Kopfschmerzen zu finden. Die Schmerzskala ist ein Instrument des Schmerzmanagements und wissenschaftlich erprobt. Sie kann unterschiedlich gestaltet sein. Am gängigsten sind die visuelle Analogskala, die verbale Ratingskala und die numerische Ratingskala. [1]


Von Schmerzfreiheit zu unerträglichen Kopfschmerzen

In unserem Kopfschmerztagebuch verwenden wir eine numerische Ratingskala, ergänzt durch visuelle Elemente (Smileys) und verbale Erläuterungen. Tragen Sie die Stärke Ihrer momentanen Schmerzen regelmäßig in den Bezugsrahmen der Schmerzskala ein. Dieser reicht von Schmerzfreiheit bis zu unbeschreiblichen beziehungsweise den stärksten vorstellbaren Schmerzen. Vor allem am Anfang fällt die Einordnung oft nicht leicht. Hier kann es hilfreich sein, wenn Sie Ihren momentanen Schmerz mit dem schlimmsten Schmerz vergleichen, den Sie jemals erlebt haben. Mit der Zeit werden Sie merken, dass Ihnen die Einordnung der Schmerzen zunehmend leichter fällt.


Stufen der Schmerzskala [2]:

0 – Kein Schmerz/Schmerzfreiheit

2 – Leichter Schmerz

4 – Mittlerer Schmerz

6 – Starker Schmerz

8 – Sehr starker Schmerz

10 – Unbeschreiblicher, am stärksten vorstellbarer Schmerz


Quellen