Was ist Migräne?

Was ist Migräne?



Kopfschmerzen, Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit – bei Migränepatientinnen und -patienten ist die Lebensqualität erheblich eingeschränkt. In Österreich sind 11,3 Prozent der Bevölkerung, davon mehr Frauen als Männer, betroffen. Trotz intensiver Forschung sind die Ursachen noch immer nicht eindeutig klar. Es gibt mehrere Formen von Migräne, am häufigsten kommt die Migräne ohne Aura, also ohne vorausgehende Wahrnehmungsstörungen, vor.


Migräne-Symptome


Die charakteristischen Migräneschmerzen sind Kopfschmerzen von pulsierendem, pochendem Charakter und mittlerer bis starker Intensität. Oft betreffen die Schmerzen nur eine Kopfhälfte oder breiten sich dann von dort auf die andere Kopfhälfte aus. Dazu gesellen sich Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Schon alltägliche Bewegung wie Gehen oder Stiegensteigen verschlimmert die Schmerzen. Kein Wunder also, dass Migränepatientinnen und -patienten während der Anfälle stark eingeschränkt sind, wobei eine Migräneattacke bis zu drei Tage dauern kann.

Unterschied zwischen Migräne und Spannungskopfschmerzen


Im Unterschied zu Spannungskopfschmerzen zeichnet sich die Migräne durch pochende, pulsierende Schmerzen und die typischen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit aus. Routinebewegungen wie Stiegensteigen oder Gehen im Schritttempo verschlimmern die Schmerzen, was bei Spannungskopfschmerzen üblicherweise nicht der Fall ist. Spannungskopfschmerzen können bis zu sieben Tage dauern, ein Migräneanfall endet in der Regel nach längstens 72 Stunden. Wenn Sie unsicher sind, unter welcher Art von Kopfschmerzen Sie leiden, fragen Sie am besten Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, denn Spannungskopfschmerzen und Migräne können auch gleichzeitig auftreten.

Verlauf einer Migräneattacke


Bei einer Migräneattacke durchlaufen die Betroffenen üblicherweise vier Phasen. Hier erfahren Sie mehr über Symptome und Dauer der einzelnen Migränephasen:

1. Vorbotenphase
2. Auraphase
3. Kopfschmerzphase
4. Erholungsphase

Behandlung von Migräne


Noch ist Migräne nicht heilbar. Die Behandlung erfolgt auf zwei Wegen: durch Schmerzmittel bei einem Migräneanfall und mit u.a. medikamentösen Verfahren als Prophylaxe. Für Betroffene gibt es ein paar Strategien, die ihnen helfen, besser mit Migräne umzugehen, und den Alltag wieder lebenswerter machen:

  • Identifizieren Sie die Auslöser für Ihre Migräne mithilfe eines Kopfschmerztagebuchs
  • Stress vermeiden
  • Kein Alkohol, keine Zigaretten
  • Akupunktur
  • Regelmäßig essen und schlafen
  • Regelmäßiger Ausdauersport wie Joggen, Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking oder Yoga
  • Kneipp-Therapie wie Wechselbäder, Wassertreten, Knie-, Schenkel-, Arm- und Gesichtsgüsse zur Verbesserung und Normalisierung der Durchblutung
  • Korrekte Einnahme von Medikamenten

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Quellen