Migräne Auslöser

Migräne Auslöser

Genetische Veranlagung? Entzündungen im Gehirn? Oder Hormone? Die Ursachen von Migräne sind noch nicht eindeutig geklärt. Nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen spielen sowohl die Gene als auch die Schmerzhemmung im Hirnstamm eine große Rolle für eine überhöhte Empfindsamkeit des Gehirns auf Reize, sogenannte Triggerfaktoren. Der Körper reagiert darauf mit einer Migräneattacke. Welche Triggerfaktoren einen Anfall auslösen, ist von Patientin zu Patientin und von Patient zu Patient unterschiedlich.

Tipp: Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch, um das Auftreten Ihrer Migräneattacken zu dokumentieren und mögliche Auslöser zu identifizieren. Zur Anwendung.


Zu den bedeutendsten Auslösern von Migräne zählen:

Wetter und Klima


Starke Temperaturschwankungen, Föhn oder Veränderungen der Luftfeuchtigkeit können bei manchen Menschen Migräneanfälle auslösen. Wenn Sie einen Zusammenhang zwischen dem Wetter und Ihrer Migräne beobachten, sollten Sie direkte, starke Sonnenstrahlung und hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden.

Nach oben

Wetter und Klima


Starke Temperaturschwankungen, Föhn oder Veränderungen der Luftfeuchtigkeit können bei manchen Menschen Migräneanfälle auslösen. Wenn Sie einen Zusammenhang zwischen dem Wetter und Ihrer Migräne beobachten, sollten Sie direkte, starke Sonnenstrahlung und hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden.

Nach oben

Stress


Stress, vor allem eine plötzliche Veränderung des Stresslevels, ist einer der Hauptauslöser für Migräne. Bei vielen Patientinnen und Patienten kommt es auch erst nach Ende einer Stresssituation zu einem Migräneanfall. Die gute Nachricht: Ist Ihre Migräne stressbedingt, können Sie etwas dagegen tun. Entwickeln Sie Verhaltensstrategien, um mit Belastungen besser umzugehen, oder versuchen Sie, dem Stress mit Entspannungsübungen entgegenzuwirken. Einen Überblick über wirksame Entspannungsmethoden finden Sie hier.

Nach oben

Körperliche Anstrengung


Sport als Auslöser von Migräne? Es mutet seltsam an, kann aber zutreffen: Körperliche Anstrengung kann bei Migränepatientinnen und -patienten einen Anfall verursachen, insbesondere Krafttraining oder schnelle Betätigungen. Während einer Migräneattacke sollten Sie Bewegung jedenfalls vermeiden, da diese die Schmerzen verschlimmert. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie vollkommen auf Sport verzichten sollen, im Gegenteil: Ein regelmäßiges, moderates Ausdauertraining wie Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren ist sogar hilfreich, um Migräne vorzubeugen. Achten Sie dabei auf Ihre Herzfrequenz: Sie sollten sich während der Betätigung noch unterhalten können, ohne dabei außer Atem zu kommen.

Nach oben

Verhütungsmittel und Menstruation


Bei Frauen wird oft die Menstruation für Migräneattacken verantwortlich gemacht. Faktisch trifft das jedoch nur auf eine kleine Gruppe der Migränepatientinnen zu. Bei der menstruellen Migräne hängt die Attacke mit dem abrupten Abfall des Östrogenspiegels vor der Regelblutung zusammen und tritt meist zwei Tage vor bis zwei Tage nach Einsetzen der Periode auf. Auch ein Zusammenhang zwischen Migräne und Antibabypille ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Wenn Sie bei sich eine Verbindung vermuten, kann Ihnen Ihre Gynäkologin oder Ihr Gynäkologe weiterhelfen.

Nach oben

Nahrungsmittel und Alkohol


Bestimmte Nahrungsmittel werden sowohl von Patientinnen und Patienten als auch von Ärztinnen und Ärzten mit Migräne in Verbindung gebracht. Zu den bekanntesten Migräneauslösern unter den Lebensmitteln zählt Alkohol. Dabei kommt es gar nicht so sehr auf die Menge, sondern auf die Kombination mit bestimmten Begleitstoffen sowie auf die Tageszeit an, zu der getrunken wird. Auch bestimmte Käsesorten gelten wegen ihres Histamingehalts als Triggerfaktoren. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Einen wissenschaftlichen Beleg für einen eindeutigen Zusammenhang gibt es nämlich derzeit nicht. Wenn Sie unter Migräne leiden, macht es jedenfalls Sinn, Ihre Essgewohnheiten aufzuzeichnen und sie auf einen Zusammenhang mit Ihren Migräneanfällen hin näher zu durchleuchten. Haben Sie den Verdacht, dass der Genuss eines bestimmten Nahrungsmittels Ihre Migräne auslöst, verzichten Sie erst einmal mehrere Wochen darauf, um zu sehen, ob sich dadurch das Auftreten von Migräneanfällen reduziert.

Nach oben

Schlaf


Ein eingeschobener Mittagsschlaf oder langes Ausschlafen am Wochenende – auf Abweichungen vom gewohnten Schlaf-wach-Rhythmus kann der Körper mit einer Migräneattacke reagieren. Achten Sie deshalb darauf, immer zur etwa gleichen Zeit schlafen zu gehen und aufzustehen, auch an Wochenenden oder in den Ferien.

Nach oben



Quellen


Evers, Stefan, Frese, Achim, Marziniak, Martin: Differenzialdiagnose von Kopfschmerzen, in: Dtsch Arztebl 2006; 103(45): A-3040 / B-2641 / C-2537.
Göbel, Hartmut: Kopfschmerzen und Migräne/Ursachen Erkennen – Gezielt Vorbeugen – Erfolgreich Behandeln, Online im WWW unter URL: http://www.schmerzklinik.de/wp-content/uploads/2009/02/kopfschmerzen_und_migrane_-_schwerpunkt_frauen__schwangerschaft__kinder_-_schmerzklinik_kiel.pdf [12.4.2019]
Haag, G. u.a.: Selbstmedikation bei Migräne und beim Kopfschmerz vom Spannungstyp/Evidenzbasierte Empfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), der Österreichischen Kopfschmerzgesellschaft und der Schweizerischen Kopfwehgesellschaft (SKG), in: Nervenheilkunde, 2009, 28 (06), S. 382-397.
Höflechner, Rüdiger: Kopfschmerz/Neue therapeutische Ansätze orientieren sich an Pathophysiologie (5.4.2019), Online im WWW unter URL: https://medonline.at/neurologie/digital/schmerz-migraene/2019/10027844/neue-therapeutische-ansaetze-orientieren-sich-an-verbessertem-verstaendnis-der-pathophysiologie/ [12.4.2019]
International Headache Society: The International Classification of Headache Disorders, 3rd edition, 2018, Online im WWW unter URL: https://www.ichd-3.org/wp-content/uploads/2018/01/The-International-Classification-of-Headache-Disorders-3rd-Edition-2018.pdf [12.4.2019]
May, Arne: Tipps und Tricks zur Diagnose und Therapie von Kopfschmerzen, in: Dtsch Arztebl Int 2018; 115(17): 299-308.
May, Arne: Diagnostik und moderne Therapie der Migräne, in: Dtsch Arztebl 2006; 103[17]: A1157–66.
May, Arne: Zertifizierte medizinische Fortbildung: Diagnostik und moderne Therapie der Migräne – Vom kritischen zum zufriedenen Patienten, in: Dtsch Arztebl 2006; 103(17): A-1157 / B-979 / C-944.
Nees, Kerstin: Migräne zur Menstruation – oft sind fallende Östrogenspiegel die Ursache, in: Ärzte Zeitung, 11.2.2009, Online im WWW unter URL: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/schmerz/kopfschmerzen/article/529995/migraene-menstruation-oft-fallende-oestrogenspiegel-ursache.html [12.4.2019]
URL: https://www.oesg.at/patienteninformationen/migraene/ [12.4.2019]
URL: http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/einfuehrung/ [12.4.2019]