Wenn Sie auf der Reise Schmerzen haben ...

Wenn Sie auf der Reise Schmerzen haben ...

Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerzen mit tränenden Augen oder Migräne – was tun?

Druck, Belastung und Stress können Kopfschmerzen oder Migräne auslösen. Dagegen können Sie etwas tun. Nachfolgend haben wir geeignete Methoden zur Entspannung und Vermeidung von Kopfschmerzen zusammengestellt.


  • Stressfrei Reisen:
    Stress gilt als Auslöser sowohl für Spannungskopfschmerzen als auch Migräne. Vermeiden Sie ihn deshalb bereits bei der Reisevorbereitung. Nehmen Sie sich ein, zwei Tage vor Reiseantritt Urlaub, um nötige Besorgungen zu erledigen und zu packen. Auch bei der Reiseplanung selbst sollten Sie genug Zeit für Erholung berücksichtigen und nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzen. Teilen Sie die Reiseroute auf mehrere Etappen auf, um sich auch zwischendurch zu erholen. Besonders Migränepatientinnen und –patienten sollten von Langstreckenflügen absehen: Ab einer Flugzeit von drei Stunden erhöht sich das Risiko einer Migräneattacke.
  • Entspannter Flug:
    Bekommen Sie beim Fliegen immer Kopfweh? Das kann von Druckveränderungen in der Kabine und der trockenen Luft kommen. Abhilfe können Schmerzmittel, viel Flüssigkeitszufuhr und kühlende Masken für das Gesicht schaffen.
  • Bewegen Sie sich:
    Egal ob im Auto, Zug oder im Flugzeug – das Verharren in einer Sitzposition belastet den Bewegungsapparat und führt zu muskulären Verspannungen. Diese können sich in Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen niederschlagen. Verändern Sie deshalb so oft wie möglich Ihre Position und bewegen Sie sich.
  • Nackenkissen:
    Wenn Sie auf dem Flug oder während der Autofahrt als Beifahrerin oder Beifahrer schlafen möchten, legen Sie sich ein Nackenkissen zu. Dieses verhindert, dass der Kopf zur Seite oder nach vorne fällt. Bei Schmerzen im unteren Rücken kann ein Lendenkissen Abhilfe schaffen.
  • Trinken Sie viel:
    Wer zu wenig trinkt, riskiert Kopfschmerzen oder gar eine Migräneattacke. Vor allem im Flugzeug, wo die Luft sehr trocken ist, sollten Sie viel Wasser zu sich nehmen.
  • Medikamente auf Reisen:
    Informieren Sie sich rechtzeitig bei den Behörden im Zielland über die Regeln zur Mitnahme von Arzneimitteln, und lassen Sie sich ein ärztliches Attest für die mitgeführten Medikamente ausstellen. Packen Sie besser zu viel als zu wenig Medikamente ins Gepäck. So vermeiden Sie Engpässe, sollten Sie Durchfall bekommen oder erbrechen. Und Sie sind auf der sicheren Seite, wenn es zu einer ungeplanten Reiseverlängerung kommt. Nichtsdestotrotz ist es hilfreich, wenn Sie den Wirkstoffnamen Ihrer Medikamente kennen, um im Bedarfsfall im Urlaubsland Ersatz zu besorgen. Den Wirkstoff können Sie in der Gebrauchsinformation nachlesen.
  • Medikamente im Handgepäck:
    Haben Sie vor allem Schmerzmittel auf der Reise immer griffbereit. Im Flugzeug sollten Medikamente im Handgepäck mit an Bord kommen. Im Frachtraum kann es zu Temperatur- und Druckschwankungen kommen, die empfindlichen Medikamenten schaden. Außerdem haben Sie die Medikamente auch dann dabei, wenn Ihr Koffer verloren geht.
  • Schlaf:
    Schlafmangel verstärkt das Schmerzempfinden. Bei Reisen in ferne Länder beeinträchtigt die Zeitumstellung den Schlaf zusätzlich. Versuchen Sie, sich rasch an die neue Zeit im Urlaubsland anzupassen: Bleiben Sie untertags wach und in der Nacht liegen. In bestimmten Fällen kann die Einnahme eines Schlafmittels in Absprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt sinnvoll sein.
  • Klima:
    Temperaturschwankungen, Luftdruck- und Luftfeuchtigkeitsveränderungen können Kopfschmerzen und Migräne begünstigen. Auch Klimaanlagen können Kopfschmerzen triggern. Wenn schon Klimaanlage, dann achten Sie darauf, dass die Temperatur nicht mehr als fünf Grad unter der Außentemperatur liegt.
  • Sonnenschutz:
    Achten Sie darauf, dass Sie sich gut schützen und nicht zu viel Zeit in der prallen Sonne verbringen. Bei Migränepatientinnen und –patienten kann das grelle Sonnenlicht eine Migräneattacke begünstigen. Kopfbedeckung, Sonnencreme und Sonnenbrille zählen zur Standardausrüstung.
Quellen