Wissenswertes zu Migräne

Wissenswertes zu Migräne


Ein Leben mit Migräne ist eine enorme Belastung. Hier erfahren Sie, was Sie über die Krankheit wissen müssen.

Migräne zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen mit weltweit mehr als einer Milliarde Betroffenen.1 Laut der Global Burden of Disease Study ist Migräne eine der am stärksten einschränkenden Krankheiten.Ihre volkswirtschaftlichen Kosten bewegen sich allein in Europa pro Jahr im zweistelligen Milliardenbereich.3 Auch wenn Migräne derzeit noch nicht heilbar ist, gibt es wirksame Mittel, um die Kopfschmerzen und die Begleiterscheinungen zu lindern oder ihnen vorzubeugen.4 Voraussetzung ist allerdings eine treffende Diagnose. In diesem Punkt gibt es Nachholbedarf, denn nur wenige Migränepatientinnen und –patienten wenden sich mit ihren Beschwerden an eine Ärztin/einen Arzt.5

Wie erkenne ich, ob ich Migräne habe?

In der Regel stellt die Ärztin/der Arzt anhand einer eingehenden Befragung (Anamnese) und neurologischen Untersuchung fest, ob es sich bei den Kopfschmerzen um Migräne handelt oder nicht. In manchen Fällen kann eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie nötig sein, um eine zugrundeliegende Krankheit auszuschließen.6 Achtung: Wenn Sie die Diagnose Migräne erhalten, sollten Sie auch Ihr Herz und Ihre Blutgefäße von einer Fachärztin/einem Facharzt kontrollieren lassen. Laut Studien haben Migränepatientinnen und –patienten nämlich ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.7

In welchem Alter entsteht Migräne?

Migräne entsteht meistens zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr und verändert sich im Laufe des Lebens. In der Regel sind die Beschwerden zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr am stärksten. Im Alter werden die Kopfschmerzattacken oft leichter und auch seltener.8

Migräne bei Frauen

Bei Frauen ist Migräne oft hormonell bedingt. Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft und Wechseljahre können das Auftreten der Migräneattacken stark beeinflussen. Grund dafür sind die damit verbundenen Schwankungen des Östrogenspiegels. Etwa sieben Prozent aller Migränepatientinnen leiden unter einer menstruellen Migräne:9 Ihre Kopfschmerzattacken stehen in engem zeitlichen Zusammenhang mit ihrer Menstruation und treten meistens zwei Tage vor Beginn der Periode auf.10 In der Schwangerschaft hingegen verbessern sich die Kopfschmerzen üblicherweise oder verschwinden überhaupt. Oft kehren die Attacken aber nach der Geburt des Kindes wieder.11

Welche Migräneformen gibt es?12 

 Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft unterscheidet zwischen episodischer und chronischer Migräne. Maximal 1,5 Prozent der weltweiten Bevölkerung leidet unter einer chronischen Migräne: Kopfschmerzattacken, die an 15 oder mehr Tagen im Monat auftreten und an zumindest acht Tagen mit migränetypischen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit einhergehen. Bei selteneren, gelegentlichen Attacken handelt es sich um eine episodische Migräne.13   

Migräne ohne Aura
Migräne mit Aura
Migränekomplikationen

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Quellen